Roland Barthes zur Einführung
Quelle: Junius-Verlag Hamburg |
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In der JUNIUS-Reihe "Zur Einführung" gibt Gabriele Röttger-Denker einen pointierten Überblick über das Gesamtwerk Barthes'. Vervollständigt wird die Darstellung durch eine repräsentative Auswahlbibliographie sowie eine biographische Zeittafel. Der Kulturtheoretiker Roland Barthes (1915-1980) ist zweifellos eine der bedeutendsten Figuren des französischen Geisteslebens der letzten Jahrzehnte. Dennoch blieb er stets umstritten; die Breite seines Œuvres wirkte irritierend und entzog sich der Einordnung durch die akademische Fachwelt in eine der Disziplinen Semiologie, Soziologie, Philosophie, Psychologie, Literatur oder Linguistik. Unbestritten ist jedoch, daß Barthes dem französischen Neostrukturalismus, insbesondere der strukturalistischen Texttheorie, entscheidende Impulse vermittelte. Gabriele Röttger-Denker zeichnet in ihrer Einführung die Entwicklung Barthes' vom Zeichentheoretiker zum Autor poetisch-literarischer Fragmente nach. Die Konzentration auf das Spätwerk (u.a. Die Lust am Text, Fragmente einer Sprache der Liebe und Die helle Kammer) verdeutlicht Barthes' Zugehörigkeit zum Strukturalismus, aber auch seine Außenseiterposition. Rezension "Bei Roland Barthes kann man nicht gerade von einer Verfemung, denn eher von einer bis heute leider andauernden Ignoranz sprechen. So gesehen, schließt die herausragende Arbeit von Gabriele Röttger-Denker eine Lücke, weil sie sich der sehr schwierigen Aufgabe stellt, das Spätwerk von Barthes in eine nachvollziehbare Darstellung zu bringen. Im Zentrum steht die Rekonstruktion der Schrift und der Sprache des Körpers - ‚La voix est un organ de l´imaginaire' -, weiterhin das Imaginäre, so etwa ‚Fragmente einer Sprache der Liebe', ‚Die helle Kammer', das Buch über die Photographie und ‚Über mich selbst', das Werk, in dem Barthes das Oszillieren der Sprache zwischen ‚moi' und ‚je' behandelt. (...) Barthes, der am Anfang unseres Jahrhunderts in Cherbourg geboren wurde, verstarb 1980 als Professor für ‚Literarische Semiologie' an den Folgen eines tragischen Verkehrsunfalls. Er zählt zu den herausragenden Köpfen der Geistesgeschichte im Nachkriegsfrankreich." (Süddeutsche Zeitung) Autorenporträt Gabriele Röttger-Denker, geb. 1953 in Geislingen/Steige, Studium der Philosophie, Germanistik, Anglistik und Osteuropäischen Geschichte in Tübingen, 1988 Promotion zum Dr. phil., arbeitete als Dozentin an der Universität in Pisa, dann in der Erwachsenenbildung und als Therapeutin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Sie starb im Mai 1989. Aus dem Inhalt:
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